Sozialökologische Transformation – was bleibt vom Aufbruch? | Rückblick auf das Raumwissenschaftliche Kolloquium 2025

Noch vor wenigen Jahren wurde ökologische Transformation, speziell der Klimaschutz, mit großer gesellschaftlicher und politischer Unterstützung vorangetrieben. Davon ist heute wenig übrig. Stattdessen: heftige Konflikte, Blockade und zum Teil politisch getriebener Rückbau. Ist die „große“ Transformation vorbei, bevor sie begonnen hat? Und wenn ja, wie können Wissenschaft und Praxis damit umgehen? Diesen Fragen widmete sich Ende Juni das Raumwissenschaftliche Kolloquium in Berlin.

Am 26. und 27. Juni kamen rund 90 Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf dem Berliner GLS Campus zusammen, um den aktuellen Stand der sozial-ökologischen Transformation zu diskutieren.

Veranstaltungsrückblick (PDF)

Bereichert wurde die Veranstaltung durch Keynote-Vorträge aus Wissenschaft und Praxis:

  • Andreas Novy, Professor für Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien 
  • Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA)
  • Anna Lisa Boni, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bologna und zuständig für die EU/Recovery funds und climate mission 2030

Video-Auzeichnungen der Keynote-Vorträge

Im Nachgang der Veranstaltung ist ein Standpunkt-Beitrag bei Tagesspiegel Background - "Agrar & Ernährung" erschienen:
Standpunkt. Land in Sicht – wie ländliche Räume zum Vorreiter des sozial-ökologischen Wandels werden können – Beitrag von Markus Egermann, Artem Korzhenevych und Sabine Philipps (IÖR) sowie Thilo Lang (IfL)

Wissenschaftlicher Kontakt im IÖR
Prof. Dr. Marc Wolfram, E-Mail: M.Wolframioer@ioer.de
Dr. Markus Egermann, E-Mail: M.Egermannioer@ioer.de 

Hintergrund

Ausrichter des Raumwissenschaftlichen Kolloquiums ist das Leibniz-Forschungsnetzwerk „Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt“, kurz: „Leibniz R“. Das Netzwerk bündelt die Expertise und Kompetenzen von acht außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Es analysiert soziale, ökologische und ökonomische Prozesse und deren Wechselwirkungen in ihren räumlichen Zusammenhängen und zeigt raumbezogene Handlungsoptionen auf. Regelmäßige Veranstaltungen wie das alle zwei Jahre stattfindende „Raumwissenschaftliche Kolloquium“ fördern den Austausch zu aktuellen Fragen der Raumentwicklung zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.