Auf die Plätze! – Jetzt abstimmen für IÖR-Projektskizze

Mit der Projektidee "Baukultur und klimagerechte Architektur in Dresden" gehört das IÖR gemeinsam mit Partnern zu den Finalist*innen im Citizen-Science-Wettbewerb "Auf die Plätze! Citizen Science in deiner Stadt". Im Oktober entscheidet sich, welche drei Vorhaben das Preisgeld für die Umsetzung erhalten. Per Online-Abstimmung können die Projektteams dabei auch Publikumspunkte sammeln, die in die Wertung einfließen. Die Abstimmung ist ab sofort möglich. 

Jetzt für unser Projekt "Baukultur und klimagerechte Architektur in Dresden" abstimmen!

Auf einer digitalen Plattform Informationen zu unterschiedlichsten Gebäuden in Dresden zusammentragen und so einerseits zum Erhalt der vielfältigen Baukultur der Stadt und andererseits zum ressourcenschonenden und klimagerechten Bauen beitragen. Diese Idee steht hinter der Projektskizze "Baukultur und klimagerechte Architektur in Dresden – Gebäudewissen kartieren, erforschen und vermitteln". Das IÖR hat sie gemeinsam mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA), der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) mit ihrem Regionalportal Saxorum sowie mit dem Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) zum Citizen-Science-Wettbewerb "Auf die Plätze! Citizen Science in deiner Stadt" eingereicht. Im Finale des Wettbewerbs, dem „Ideensprint“ treten nun insgesamt fünf Vorhaben gegeneinander an. Bis Ende September haben sie Zeit, ihre Projektskizze zu einem Konzept weiterzuentwickeln. Die drei Vorhaben, die am Ende die Wettbewerbsjury überzeugen können, erhalten jeweils 50.000 Euro und können ihr Projekt in die Tat umsetzen.

Bis 25. September kann auch die Öffentlichkeit mitstimmen, welche Projekte in die Umsetzung gehen sollen. Möglich ist das per Online-Wahl auf der Internetseite des Wettbewerbes.

Die Projektidee "Baukultur und klimagerechte Architektur in Dresden"

Gebäude sind für Menschen von zentraler Bedeutung. Die meisten verbringen nicht nur einen Großteil ihrer Lebenszeit in ihnen, sondern investieren in sie auch große Geldsummen. Gebäude bestehen über Epochen und prägen unser Stadtbild. Zugleich verbraucht ihr Bau viele Ressourcen und belastet die Umwelt. Ob Baumaterial, Energie und damit generell CO2-Emissionen – in Gebäuden steckt ein enormes Einsparpotenzial. Das macht sie besonders wichtig für den Klimaschutz. Bestehende Gebäude langfristig erhalten, neue so ressourcenschonend wie möglich erbauen, vorhandene Baumaterialien in einen Kreislauf bringen und wiederverwenden – so ließe sich für die Baukultur ebenso wie für den Klimaschutz viel erreichen. Doch um diese wichtigen Vorsätze in die Tat umzusetzen, fehlt es an Informationen zu den Gebäuden.

Diese Wissenslücke möchten das IÖR und seine Partner mit dem geplanten Vorhaben schließen – und sie zählen dabei auf die Unterstützung vieler Dresdnerinnen und Dresdner. Auf einer digitalen Plattform soll eine Vielfalt an Informationen zum Dresdner Gebäudebestand gesammelt, in einer interaktiven Karte sichtbar und für verschiedene Zwecke nutzbar gemacht werden. Wie alt sind Gebäude, welche Materialien sind verbaut, wie werden sie genutzt und sind sie bereits energetisch saniert? Das sind nur einige der Informationen, die Interessierte künftig auf der geplanten Online-Plattform zusammentragen können. Angesprochen sind zum Beispiel Architektur- und Geschichtsinteressierte, Haus- und Wohnungseigentümer*innen, Einzelpersonen ebenso wie Vereine. Auch offene Geodaten der Stadt und weitere Datenquellen sollen in die Datenbank eingebunden werden. Der entstehende Datenschatz soll helfen, die Baukultur in Dresden zu erhalten, den Gebäudebestand klimaschonend weiterzuentwickeln und ebenso zum Wohlbefinden der Dresdnerinnen und Dresdner beizutragen.

"In den Fokus könnten etwa Fragen der energetischen Sanierung oder des Wohnklimas rücken. Wie gut sind Bestandsgebäude mit Blick auf den sparsamen Energieverbrauch ertüchtigt, welche Potenziale für Photovoltaik gibt es und wie steht es um die Anpassung an lange Hitzeperioden, wie wir sie in diesem Sommer gerade wieder erleben", erläutert Robert Hecht, Projektverantwortlicher im IÖR, einige Ideen, wie sich die zusammengetragenen Informationen künftig einsetzen lassen.

Der Wettbewerb

Der Wettbewerb "Auf die Plätze! Citizen Science in deiner Stadt" wird von "Wissenschaft im Dialog", der Gemeinschaftsinitiative der deutschen Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation, und vom Museum für Naturkunde Berlin in enger Zusammenarbeit mit der Citizen-Science-Plattform "Bürger schaffen Wissen" umgesetzt. Gefördert wird das Verbundprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Weitere Informationen zum Citizen-Science-Wettbewerb.

Wissenschaftlicher Kontakt im IÖR
Dr. Robert Hecht, E-Mail: R.Hechtioer@ioer.de
Theodor Rieche, E-Mail: T.Riecheioer@ioer.de

Projektteam auf Twitter folgen: @colouringdd

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.