Weitere Schritte zur Klimaneutralität
„Ein erster Erfolg wäre es, wenn die Akteure den Schwung, der durch das Projekt entstanden ist, nutzen würden und die Empfehlungen, die die Agenda formuliert, umsetzen. Auch weiterhin braucht es die gemeinsame Anstrengung vieler Görlitzerinnen und Görlitzer, damit die Stadt ihr Ziel erreichen kann, bis 2030 klimaneutral zu sein“, erläutert Projektleiter Robert Knippschild.
Eine Sorge der Projektbeteiligten und die zentrale Herausforderung für den weiteren Weg ist nun, die Verstetigung über das Projektende hinaus sicherzustellen. Der politische Wille, Görlitz klimaneutral zu gestalten, ist durch mehrere Stadtratsbeschlüsse gegeben. Die Stadtverwaltung schreibt zudem aktuell eine Stelle für die Bearbeitung von Energie- und Klimaprojekten aus. Auch die bisher Beteiligten aus kommunalen Unternehmen und aus Vereinen und Initiativen haben ein großes Interesse daran, sich auch weiterhin gemeinsam zu engagieren und ihre Ressourcen in die zukunftsfähige Stadtentwicklung einzubringen.
„Die Herausforderung bleibt jedoch, den Prozess ohne große Unterbrechung fortzuführen. Es ist bisher offen, wer eine koordinierende Rolle für die Vernetzungsaktivitäten übernehmen kann. Hier spielen in erster Linie finanzielle und personelle Restriktionen eine Rolle“, erläutert Robert Knippschild. Auch für diese Herausforderung ist im Projekt eine Dokumentation entstanden. Das Projektteam hat zu lokalen Fondslösungen recherchiert und die Erfahrungen anderer Kommunen mit diesen Finanzierungsmodellen zusammengetragen. „Mit unserer Expertise zu Stadterneuerung und mit dem Wissen aus anderen Projekten sowie aus der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen kann das IZS als Forschungspartner künftig auch wieder Projekte unterstützen, die eine wissenschaftliche Begleitung vorsehen“, so Knippschild.
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Wissenschaftlicher Kontakt
Prof. Dr. Robert Knippschild, E-Mail: r.knippschildioer@ioer.de
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Im Leibniz-Wettbewerb werden die strategischen Ziele der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation adressiert. Die Maßnahmen motivieren, Forschung und Forschungsinfrastrukturen auf höchstem Niveau zu betreiben und die resultierenden Erfolge sichtbar zu machen. Mit seinen zeitlich befristeten Förderungen setzt der Leibniz-Wettbewerb Anreize zur weiteren Profilbildung der Leibniz-Gemeinschaft. Damit grenzt er sich bewusst von Maßnahmen anderer Förderorganisationen und der institutionellen Förderung ab. Das Programm „Leibniz-Transfer“ fördert den Erkenntnistransfer aus allen Wissenschaftsbereichen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.
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