IÖR-Texte

Nr. 124

Funktionsweise des Bodenmarktes und strukturelle Einflüsse des Bodenpreises im Kontext der Siedlungsentwicklung

Günter Arlt, Jörg Hennersdorf, Michael Schwarz

Der Bodenmarkt ist ein bedeutender siedlungsstruktureller Entwicklungsfaktor. Die fortdauernde Suburbanisierung des Wohnens und Arbeitens wird nicht nur durch geringe Transportkosten im motorisierten Individualverkehr, sondern vor allem durch niedrige Bodenpreise von Freiraumflächen, insbesondere in den Umlandgemeinden der Städte, getragen. Eine Dämpfung der Flächeninanspruchnahme zu Siedlungs- und Verkehrszwecken gelingt nur bei Beachtung der Besonderheiten des Bodenmarktes und Kenntnis des Faktorengefüges der Bodenpreise.

Der vorliegende IÖR-Text enthält ein Teilergebnis eines IÖR-Forschungsprojekts zu charakteristischen Merkmale des Bodenmarktes. Der Bodenmarkt ist ein unvollkommener Markt, dessen Geschehen auch von typischen Millieueigenschaften, institutionellen und sozialen Faktoren, den allgemeinen und lokalen ökonomischen Verhältnissen abhängt. Vor diesem Hintergrund wird der Zugang für Instrumente zur Beeinflussung des Bodenmarktes erschwert. Es wird gezeigt, dass eine Steuerung des Angebots, beispielsweise durch raumplanerische Maßnahmen, veränderte Erschließungskosten oder fiskalische Maßnahmen die Bodenpreisbildung und somit auch räumliche Entwicklungen stark beeinflussen kann.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. wird gemeinsam durch Bund und Länder gefördert.

FS Sachsen

Das Institut wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.